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Sommerlager 2001 in Alpnach OW


Samstag, 21. Juli 01

Wir Schönstätter aus Utzenstorf besammelten uns um 10.40 Uhr in Solothurn auf dem Bahnhof. Kurz darauf stiegen wir in den Zug ein, der uns nach Umsteigen in Olten nach Luzern brachte. Dort trafen wir alle andern und wurden von Philipp Wirth und seinem OFA-Team(Organisation freiwilliger Auswanderer) herzlich begrüsst. Dann nahmen wir das Schiff und fuhren über den grossen Teich (Vierwaldstättersee) in die wenig besiedelten Gebiete um Alpnach. Eine Postkutsche nahm uns dann auf dem letzten Wegstück noch mit, bis wir uns selber einen Platz für die erste Nacht suchen mussten. Nach einer halbstündigen Suche hatten wir in einer Waldlichtung einen schönen Platz gefunden und bauten dort mit Militärblachen und ganz normalen Zelten unsere Unterkunft auf. Um ca. 18.30 Uhr assen wir dann das Abendessen. Nachdem um 20.00 Uhr ein Open-Air Gottesdienst stattgefunden hatte, sangen wir noch am Lagerfeuer und hatten es lustig. Doch schon bald war Nachtruhe angesagt und wir krochen in unsere Zelte.

Sonntag, 22. Juli 01

Nach der mehr oder weniger bequemen Nacht erwachten wir mehrheitlich von selbst schon um 7.00 Uhr, die Tagwache wäre für 7.30 Uhr vorgesehen gewesen. Um 8.00 Uhr besammelten wir uns fürs Morgengebet. Dort hörten wir eine erste Szene vom Leben von Bruder Klaus (von nun an jeden Morgen und Abend) und assen dann das Morgenessen. Da uns unser Platz doch nicht so ganz gefiel, bauten wir unsere Zelte ab und zogen gegen 11.30 Uhr weiter. Nach einigem Suchen hatten wir ein leerstehendes Barackendorf gefunden, das offenbar niemand bewohnte. Nach einem Mittagessen hatten wir verschiedene Ämtli zu erledigen. Dann bastelten wir an unseren Gruppenkleidern. Um 18.00 Uhr war das Abendessen und um 20.15 Uhr machten wir die Gruppenvorstellungen und sangen Lieder. Doch wie es sich für eine neue Stadt gehört, brauchte sie auch einen Bürgermeister. Für die Wahl stellten sich Beni Kurmann und Philipp Wirth. Philipp gewann und wurde als Bürgermeister von Niceville (auf deutsch: Schönstatt) vereidigt. Nach dem anschliessenden Nachtgebet war dann auch schon Nachtruhe angesagt.

Montag, 23. Juli 01

Heute wurden wir zum ersten Mal über die Lautsprecher (die in allen Schlägen installiert wurden) "langsam und sanft" geweckt. Nach dem Morgengebet und dem Morgenessen gab es ein Sportatelier von den Gruppenleitern, die folgende Sportarten anboten: Frisbee schiessen, Jassen, Tischtennis-Turnier, Baseball, Fangis, ... Nach dem feinen Z'Mittag marschierten wir in die Seebadi nach Alpnachstad. Rund zwei Stunden später wurden wir vom Regen überrascht und fuhren wieder ins Lager zurück. Am Abend kam dann unser Nachbar Willi Miller vorbei und spendierte uns ein Dessert. Dann gab ein einen J+S Postenlauf, der von den Gruppenbegleitern vorbereitet wurden: Zeltbau, erste Hilfe, Karten lesen und Feuer machen waren die veschiedenen Posten. Nach dem Nachtgebet, war dann die Nachtruhe.

Dienstag, 24. Juli 01

Heute stand nach dem Morgengebet und dem Morgenessen die Tageswanderung auf den Zingel (835m.ü.M.) auf dem Programm. Wir wanderten in drei Gruppen, die nicht nach Leistung, sondern einfach so zusammengestellt wurden. Wir wanderten ca. 4-5 Stunden, je nach Tempo. Nachher gab es ein feines Abendessen und dann ein Casino-Abend. An Posten wie Tischtennis-Spiel, Münzenwurf, Darts, Roulette und Black Jack konnte man Pensinis (unsere Währung) setzen, gewinnen aber auch verlieren. Nach zwei Stunden war dann das Nachtgebet und die Nachtruhe.

Mittwoch, 25. Juli 01

Ein Höhepunkt des Lagerprogramms war heute: das FUBATU (FussBAllTUrnier). Je zwei Gruppen wurden über die Lautsprecher ausgerufen und dann auf den Fussballplatz nach Alpnach gefahren. Wir unterbrachen die Spiele nur kurz für das Mittagessen. Nach vielen harten, aber fairen Spielen waren zuletzt die Holzfällen die Sieger. Einige kühlten sich danach noch in der Badi ab, andere marschierten zurück ins Lager. Am Abend fand eine "Tschau-Sepp" und eine Lotto-Runde statt.

Donnerstag, 26. Juli 01

Am Morgen fand die Lagerolympiade statt. Frisbee, Eierlauf, Robben durch Militärblachen, Büchsenschiessen, ... waren die Posten. Am Nachmittag war eine Runde Drapeau. Ausser ein paar Schürfungen war zum Glück nichts passiert. Am Abend musste jede Gruppe eine Szene aus dem Leben von Bruder Klaus einüben, die wir zuvor in den Theaterszenen im Morgen- und im Nachtgebet gesehen haben. Nach dem Nachtgebet hatten wir vor, Willi Miller, der immer dreister werdende Nachbar, zu überlisten um zu wissen, was er vorhat und warum er so fest an unserem Land interessiert war. Wir schlossen alle Läden und Fenster und versteckten uns hinter den Baracken. Zwei Leute von Miller kamen tatsächlich und gruben ein Loch. Nach dem Alarm stürmten wir aus unseren Verstecken und fanden im Loch einen Koffer mit Schatzkarte und Besitzerurkunden. Nun wussten wir es: Willi Miller hatte es wegen dem Gold auf unser Gelände abgesehen. Danach war dann aber Nachtruhe.

Freitag, 27. Juli 01

Heute bastelten wir am Morgen das Lagerandenken, nämlich einen Rosenkranz. Da wir während dem Lager viel von Bruder Klaus gehört hatten, wollten wir mal sehen wo er wirklich gelebt hatte. Wir fuhren dazu ins Flüeli-Ranft, wo wir in Verschiedenen Posten Gelegenheit hatten Bruder Klaus geistig zu begegnen. Auch die Zelle, in der er 20 Jahre gelebt hat, konnten wir betreten. Nach einem Gottesdienst in der Kirche im Ranft fuhren wir mit dem Postauto nach Sarnen, wo wir sein Grab und den Rock sahen, den Bruder Klaus in seinem Leben als Einsiedler getragen hatte. In der Kirche erhielten wir auch noch einen Segen.
Am Abend war dann der "Bunte Abend". Nebst Singen und Sketchen wurden auch noch verschiedene Rangverkündigungen vom FUBATU, vom Casino-Abend und von der Lagerolympiade abgehalten.

Samstag, 28. Juli 2001

Da die Lautsprecher am Vorabend abmontiert wurden, wurden wir durch Raffael Rieger um 6.45 Uhr geweckt. Dann hatten wir eine halbe Stunde Zeit, die restlichen Sachen zu packen und auf den Kiesplatz zu stellen. Nachdem wir um 7.20 Uhr in der Kapelle das Morgengebet gemacht hatten, konnten wir uns mit einem feinen Z'Morge stärken. Danach mussten wir ca. 2 Stunden lang das Lagergelände und vor allem die Schläge putzen. Um 10 Uhr kamen dann auch schon die Eltern. Wir stellten ihnen unser Motto und die Gruppen vor und spielten auch die Szenen vom Theater von Bruder Klaus. Das Küchenteam machte uns dann einen kleinen Imbiss. Wie es sich aber für ein richtiges Schönstatt-Lager gehört, beendeten wir das Lager mit einem Tschy-ay-ay. Danach verabschiedeten wir uns voneinander und reisten ab - ein paar Leiter blieben noch und putzten den Rest.


Bericht von Claude Amstutz




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